Metaverse
Michél Tobias Balke malt im Untergrund. Wände, Schächte, ganze Räume, Kanäle sind die Bildträger. Die Werke gehören dort hin. Sie gehören der Leere. Malereien für niemanden, Monumente für die Nachwelt, wenn unsere Infrastruktur in Trümmern liegt. An die Außenwelt gelangen nur Bruchstücke dieser Praxis. Der Künstler implementiert seine Arbeit in einen virtuellen Raum. Verzerrt und surreal – die perfekte Abbildung unserer Gegenwart? Ein Portal in die verborgenen Abschnitte unserer Infrastruktur: irgendwo im Untergrund, in der Dunkelheit, im Dreck, in der Leere, im METAVERSE. Ein immerwährender Dialog zwischen Michél Tobias Balke und Mari Hameau verhandelt die Themen digitale und technologische Wirklichkeit, Angst und Eskapismus sowie eine fortschreitende Militarisierung des bürgerlichen Alltags. Auf der Suche nach Wahrheiten unserer Gegenwart: In Malereien für niemanden, in Monumenten für die Leere, in Raum und Zeit des METAVERSE. MEATAVERSE – A Film about establishing a new space reality from paint and dirt DEU. / ENGL. 2025. 69 Minuten. METAVERSE mit Michél Tobias Balke, Elia Beyer und Mari Hameau. Musik von Daniel Folz und Jan Kalt. Zwischensequenzen des Films basieren auf Überlegungen aus The Postmodern City / Bonaventure Hotel von Ed Soja (1990), auf Textpassagen aus Snowcrash von Neal Stephenson (1992) sowie auf Gedanken aus der Simulationstheorie von Jean Baudrillard. Präsentiert und produziert von CITE co-produziert von STUDIO VIERKANT PRESS. Ein Film von Martin Mannweiler nach der Vorlage der Werkreihe METAVERSE von Michel Balke.