Demnächst

JEAN SEBERG – AGAINST ALL ENEMIES

Die Schauspielikone Jean Seberg (Kristen Stewart) hat Hollywood 1957 nach nur drei Filmen den Rücken gekehrt. Doch 1968 ereilt sie der Ruf Jean-Luc Godards, der Seberg unbedingt für seinen Film „Außer Atem“ haben will und sie nach Frankreich holt. Mehr als zehn Jahre nach ihrem letzten Streifen wird die moderne Amerikanerin mit dem markanten Kurzhaarschnitt wieder zum Superstar. Ihren neuen Film nimmt sie zum Anlass, um ein Comeback in Hollywood zu wagen. Doch neben ihrer Leidenschaft für die Schauspielerei, bewundert sie auch die Aktivisten, die in den USA auf die Straße gehen, sich für Bürgerrechte einsetzen und ein Ende des Vietnamkrieges fordern. Als Jean Seberg auf dem Weg zurück in die Vereinigten Staaten ist, freundet sie sich mit dem Black-Power-Aktivisten Hakim Jamal (Anthony Mackie) an und macht noch im Blitzlichtgewitter auf dem Rollfeld ein Foto mit ihm und anderen Anhängern des Black-Panther-Clans. Der Skandal ist perfekt und das FBI alarmiert. Als sie schließlich ihre Villa den Revolutionären für Veranstaltungen überlässt, wird die Schauspielerin für das FBI so gefährlich, dass sie Jack Solomon (Jack O’Connell) auf Jean ansetzen, der sie fortan auf Schritt und Tritt beobachtet.

 

 

ab 17.09. bei uns im Kino

Über die Unendlichkeit

„Über die Unendlichkeit“ erzählt eine Vielzahl kleiner Geschichten: Ein Priester, der seinen Glauben verloren hat, wird von seinem Arzt und dessen Sprechstundenhilfe unsanft vor die Tür gesetzt, weil der Arzt noch den Bus erwischen will. In einem Bus sitzt ein weinender Mann, während die Fahrgäste um ihn herum darüber diskutieren, ob man in der Öffentlichkeit einfach so seinen Gefühlen freien Lauf lassen darf. Ein Vater ist mit seiner Tochter auf dem Weg zu einer Geburtstagsfeier und bindet ihr die Schuhe. Über den Ruinen des vom Zweiten Weltkrieg zerstörten Köln fliegen ein Mann und eine Frau engelsgleich durch die Luft. Und viele weitere…

 

 

ab 17.09. bei uns im Kino

Pelikanblut – Aus Liebe zu meiner Tochter

Wiebke (Nina Hoss) betreibt nicht nur einen eigenen Reiterhof, auf dem unter anderem Polizeipferde trainiert werden, sondern adoptierte mit Nicolina (Adelia-Constance Ocleppo) auch schon einmal ein osteuropäisches Mädchen – mit Erfolg. Ihr neuer Schützling, die fünfjährige Raya (Katerina Lipovska), macht es ihr da nicht ganz so einfach. Sie beschmiert das Bad mit Fäkalien, spießt tote Tiere auf und zwingt schwächere Kinder zu „Doktorspielen“. Und während selbst die Neurologen glauben, dass eine Besserung nur noch in einer spezialisierten Einrichtung erfolgen kann, will Wiebke nicht aufgeben – und greift zu immer extremeren Methoden.

 

 

ab 24.9. bei uns im Kino

Persischstunden

Im von Deutschland besetzten Frankreich wird 1942 Gilles (Nahuel Pérez Biscayart) zusammen mit anderen Juden von der SS gefangen genommen und nach Deutschland in ein Konzentrationslager geschickt. Um dem Tod zu entgehen, behilft sich der Belgier mit einem Trick: Er behauptet, gar kein Jude zu sein, sondern Perser. Der Lagerkommandant Klaus Koch (Lars Eidinger), der im Lager wirklich Koch ist, bekommt das mit und denkt an seinen großen Traum: Nach Kriegsende will er im Iran ein eigenes Restaurant eröffnen, doch dafür muss er Persisch lernen. Gilles muss Koch nun Farsi beibringen – ohne selbst ein einziges Wort zu beherrschen.

Basiert auf Wolfgang Kohlhaases Novelle „Erfindung einer Sprache“ aus dem Jahre 2005.

 

 

ab 24.09. bei uns im Kino

DIE DIRIGENTIN

Nachdem Antonia Louisa Brico (Christanne de Bruijn) 1902 in Rotterdam geboren wurde, wuchs sie bei Pflegeeltern auf, mit denen sie 1908 in die Vereinigten Staaten auswanderte und in Kalifornien aufwuchs. Bereits in der High School war sie schon eine talentierte Pianistin und sammelte erste Erfahrungen als Dirigentin. Als sie an der University of California studierte, arbeitete sie währenddessen schon als Assistentin des Direktors der San Francisco Opera. 1923 machte sie ihren Abschluss und studierte anschließend Klavier bei verschiedensten Lehrern, insbesondere aber bei Zygmunt Stojowski. Bereits während dieser Zeit war sie Schülerin von Karl Muck (Richard Sammel), dem damaligen Dirigenten der Hamburger Philharmoniker. 1930 machte sie endlich ihr offizielles Debüt als Dirigentin bei den Berliner Philharmonikern. Während all der Zeit musste sie hart darum kämpfen, endlich als Dirigentin arbeiten zu dürfen, denn bis heute gilt eine Frau am Pult als Sensation und ist nach wie vor eine Ausnahmeerscheinung.

Basiert auf einer wahren Geschichte.

 

 

ab 24.09. bei uns im Kino

ENFANT TERRIBLE

Als Rainer Werner Fassbinder (Oliver Masucci) 1967 mit gerade einmal 22 Jahren eine Inszenierung des Antitheaters in München komplett umkrempelt, dachten die Anwesenden nicht einmal im Traum daran, dass dieser junge Rebell einmal zu den bedeutendsten Filmemachern des Landes zählen wird. Doch seine unkonventionelle Art ist sowohl ansteckend als auch anziehend und so dauert es nicht lange, bis Schauspielerinnen, Selbstdarsteller und Affären ihm Avancen machen und Fassbinder einen Film nach dem anderen dreht, die dann auf den Festivals in Cannes und Berlin für Aufsehen sorgen. Wie im Film als auch im echten Leben geht Fassbinder dahin, wo es wehtut. Rainer Werner Fassbinder ist dafür bekannt, sein Team zu drangsalieren, genauso wie auch seine Freunde und Geliebte. Doch das Leben am Limit, die unbändige Schaffenskraft und die Arbeitssucht fordern schon bald ihren Tribut…

 

 

ab 01.10. bei uns im Kino

Die Misswahl – Der Beginn einer Revolution

Im London der 70er Jahre ist es Sally (Keira Knightley) leid, dass noch immer ein veraltetes Frauenbild propagandiert wird. Insbesondere der alljährliche „Miss World“-Wettbewerb ist ihr ein Dorn im Auge, weil dieser Wettstreit ihrer Meinung nach den Zustand nicht gerade verbessert. Kurzerhand plant sie mit ihrer besten Freundin Jo (Jessie Buckley) und weiteren Anhängerinnen des „Womens Liberation Movement“ eine Aktion, die die ganze Welt wachrütteln soll. Wie praktisch, dass die Misswahl dieses Jahr in London stattfindet und dabei 100 Millionen Zuschauer an den Fernsehgeräten auf der ganzen Welt erwartet werden. Während sich die Teilnehmerinnen auf das Ereignis ihres Lebens vorbereiten und dabei das Posieren und Lächeln üben, macht sich Miss Grenada Jennifer (Gugu Mbatha-Raw) ganz andere Sorgen: Für sie wäre der Sieg als Miss World nicht einfach nur ein Titel, der sie als schönste Frau der Welt auszeichnet. Es wäre viel mehr. Denn es wäre der erste Schritt in ein neues Leben ohne Rassismus und Diskriminierung.

 

 

ab 1.10. bei uns im Kino

DAS HAUS DER GUTEN GEISTER

Die Staatsoper Stuttgart wurde bereits sieben Mal zum Opernhaus des Jahres gekürt, kein anderes Opernhaus auf der Welt, wurde sonst so oft ausgezeichnet. Die Filmemacher Marcus Richardt und Lillian Rosa begleiteten für ihren Dokumentarfilm den Intendanten und Regisseur Jossi Wieler bei der Entstehung der Inszenierung „Pique Dame“ von Peter Tschaikowski. Dabei stellten sie fest, dass das Erfolgsgeheimnis der Spielstätte das einzigartige Zusammenspiel zwischen den Machern, Darstellern, Gewerken und dem Publikum sein könnte.

 

 

demnächst bei uns im Kino