Demnächst

Contra

In seiner Vorlesung hat Professor Richard Pohl (Christoph Maria Herbst) die Jura-Studentin Naima (Nilam Farooq) rassistisch und sexistisch diskriminiert. Es ist nicht der erste Zwischenfall dieser Art und noch dazu wurde Pohl bei seinen Entgleisungen gefilmt und das Video ins Internet gestellt. Der Druck auf die Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt wächst und Pohl erhält von Universitätspräsident Alexander Lambrecht (Ernst Stötzner) eine letzte Chance: Er soll Naima bei einem wichtigen Debattierwettstreit als Mentor zur Seite stehen. So könnte der Professor seine Chancen vor dem Disziplinaraussschuss verbessern und noch einmal um seine Entlassung herum kommen. Der Dozent und die Studentin könnten unterschiedlicher nicht sein, dennoch wachsen sie zu einem starken Team zusammen.

Basiert auf der erfolgreichen französischen Komödie „Le Brio“, die 2018 unter dem Titel „Die brillante Mademoiselle Neïla“ in den deutschen Kinos erschien.
 

 

ab dem 28.10. bei uns im Kino

Online für Anfänger

Marie (Blanche Gardin) steckt gerade mitten in der Trennung von ihrem Mann und verscherbelt deswegen ein Möbelstück nach dem anderen im Internet, um halbwegs über die Runden zu kommen. Außerdem gibt es da immer noch ein peinliches Sextape, das wie ein Damoklesschwert über ihr schwebt. Geht das online, ist der Ruf ihres Sohnes an seiner Schule ruiniert. Bertrand (Denis Podalydès) kämpft an einer anderen Front gegen das Web 2.0: Seine Tochter sieht sich akutem Cyber-Mobbing ausgesetzt. Aber das Internet hat auch schöne Seiten, denn er hat sich in die Stimme einer Callcenter-Agentin verliebt und kann ihr kein Angebot ausschlagen, sei es auch noch so verrückt. Christine (Corinne Masiero) hingegen versucht, sich als Uber-Fahrerin über Wasser zu halten, und wundert sich über die anhaltenden schlechten Bewertungen. Wenn es weiter so geht, droht sie wieder in die Arbeitslosigkeit abzurutschen. Die drei Nachbarn wollen sich nicht länger von den sozialen Medien abhängig machen und verbünden sich, um gegen die Giganten des Internets anzukämpfen

ab dem 28.10. bei uns im Kino

Wagner, Bayreuth und der Rest der Welt

Wenn es um Richard Wagner geht, scheiden sich die Geister. Die einen verehren ihn, die anderen lehnen ihn ab. Und dennoch pilgern Jahr für Jahr die Wagner-Anhänger zu den Bayreuther Festspielen, um sich dort Wagners Opern „Walküre“, „Der fliegende Holländer“ oder „Tannhäuser“ anzusehen. Überhaupt die Bayreuther Festspiele: Sie finden im Bayreuther Festspielhaus statt, einem Theater, das nur für das Werk eines einzigen Komponisten erbaut wurde. Der Musikkenner Axel Brüggemann setzt sich in seinem Dokumentarfilm mit der Frage auseinander, wie sich um einen derart umstrittenen Künstler ein so großer Hype entwickeln kann und begleitet dabei auch Katharina Wagner, die Ur-Enkelin des Komponisten, bei den Vorbereitungen der Festspiele auf dem grünen Hügel.

 

ab dem 28.10. bei uns im Kino

Ammonite

In den 1840er Jahren arbeitet die renommierte autodidaktische Paläontologin Mary Anning (Kate Winslet) allein an der wilden südenglischen Küste von Lyme Regis. Sie ist auf der Suche nach Fossilien, die sie an reiche Touristen verkaufen kann, um sich und ihre kranke Mutter über die Runden zu bringen. Als ein solcher Tourist, Roderick Murchison (James McArdle), auf der ersten Etappe einer Europatour in Lyme ankommt, vertraut er Mary die Betreuung seiner jungen Frau Charlotte (Saoirse Ronan) an, die sich von einer persönlichen Tragödie erholt. Mary, deren Leben ein täglicher Kampf an der Armutsgrenze ist, kann es sich nicht leisten, ihn abzulehnen, aber sie ist stolz auf ihre Arbeit und gerät mit ihrem unerwünschten Gast aneinander. Sie sind zwei Frauen aus ganz unterschiedlichen Welten. Trotz der Kluft zwischen ihren sozialen Sphären und Persönlichkeiten entdecken Mary und Charlotte, dass sie beide das bieten können, wonach der andere gesucht hat: die Erkenntnis, dass sie nicht allein sind. Es ist der Beginn einer leidenschaftlichen und alles verzehrenden Liebesbeziehung, die allen sozialen Grenzen trotzt und den Verlauf beider Leben unwiderruflich verändert.

 

ab dem 04.11. bei uns im Kino

Die Geschichte meiner Frau

Der hart arbeitende niederländische Kapitän Jakob Störr (Gijs Naber) wird von Depressionen und Melancholie geplagt. Man rät ihm, sich doch einfach zu vermählen und Jakob lässt sich darauf ein. Er wettet in einem Café, die erste Frau zu heiraten, die das Gebäude betritt. So lernt er Lizzy (Léa Seydoux) kennen, die seine Annährungsversuchen auch schnell erwidert. Die beiden heiraten und lassen sich in Paris nieder, doch weil Jakob weiterhin monatelang beruflich unterwegs ist, kriselt es in der Beziehung schnell. Wann immer er zu Hause ist, ist Jakob überaus eifersüchtig – vor allem auf den intellektuellen Dedin (Louis Garrel), mit dem sich Lizzy in Paris anfreundet. Um die beiden zu trennen, beschließt Jakob mit Lizzy nach Hamburg umzuziehen. Doch auch dort wird er nicht glücklich und die Krisen mehren sich…

Basierend auf Milán Füsts „Die Geschichte meiner Frau“, das erstmals 1942 erschien.

 

ab dem 04.11. bei uns im Kino

Lieber Thomas

Thomas Brasch (Albrecht Schuch) ist als deutsch-jüdischer Emigrant in England geboren, um Anfang der 1950er Jahre zusammen mit seiner Familie in die junge DDR überzusiedeln. Seinem Vater Horst (Jörg Schüttauf) ist es vor allem daran gelegen, den neuen deutschen Staat mitaufzubauen. Doch Thomas will sich lieber als Schriftsteller verwirklichen und entdeckt dabei sein Potenzial als poetischer Rebell. Schon sein allererstes Stück wird verboten und bald darauf verliert er auch seinen Platz an der Filmhochschule. Als 1968 die Panzer der Sowjetunion durch die tschechische Hauptstadt Prag rollen, versuchen Brasch und seine Freundin Sanda (Ioana Jacob) mit anderen Studenten in den Straßen Berlins zum Protest aufzurufen – und scheitern. Sein eigener Vater verrät ihn an die Stasi und lässt es damit zu, dass Thomas ins Gefängnis wandert. Nachdem er auf Bewährung entlassen wird, versucht er sich weiter als Poet und schreibt über die Liebe, die Revolte und den Tod. In der DDR allerdings möchte man mit einem wie ihn nichts zu tun haben. Ohne Aussicht, auf Gehör zu stoßen, verlässt Thomas mit der Frau, die er liebt (Jella Haase) die DDR, um im Westen den Ruhm zu ernten, der ihm gebührt. Doch auch hier ist er weit davon entfernt, zur Ruhe zu kommen…

 

ab dem 11.11. bei uns im Kino

Billie – Legende des Jazz

Billie Holiday hatte ein bewegtes Leben: Geboren in Philadelphia, aufgewachsen in Baltimore, bekam sie ihre Mutter kaum zu Gesicht, weil diese als Serviererin in Zügen arbeitete. Also lebte sie fortan bei der Schwiegermutter von Billy Holidays Tante. Erst mit elf Jahren, als ihre Mutter ein Restaurant eröffnete, änderte sich das. Nun musste sie aber viele Stunden im Betrieb arbeiten – und brach die Schule ab. Nach einer Vergewaltigung kam sie in ein katholisches Erziehungsheim. Als sie entlassen wurde, fing sie mit 12 Jahren als Botenmädchen im Bordell ihrer Mutter an. Ein Vorteil hatte diese Umgebung: Auf dem Grammophon hörte sie zum ersten Mal die Musik von Louis Armstrong und Bessie Smith. Später wurde sie selbst Prostituierte, ehe sie sich voll und ganz der Musik widmete und schließlich 1959 starb. In den 1960er-Jahren begann die Journalistin Linda Lipnack Kuehl mit ihrer Arbeit an einer Biografie über Billy Holiday und interviewte dafür Jazz-Größen wie Charles Mingus, Tony Bennett und Count Basie. Doch Kuehl starb in den 70er-Jahren und konnte ihre Arbeit nie vollenden. James Erskine nahm sich dem Material von Kuehl an und ergänzte es mit restauriertem Filmmaterial und Bühnenauftritten Holidays. In seinem Dokumentarfilm sieht man die Sängerin zum ersten Mal in Farbe.

 

ab dem 11.11. bei uns im Kino

Last Night In Soho

Die junge Eloise (Thomasin McKenzie) stammt vom Land und ist gerade nach London gezogen, wo sie ihre große Leidenschaft für Modedesign ausleben will. Ausgefallene Stoffe, klassische Schnitte oder mutige Muster: Für die Modedesignstudentin ist Kleidung pure Lust, sie hat sich schon immer ihre eigenen Klamotten angefertigt. Während aber ihre Mitstudierenden Party machen, träumt sich die von ihrer neuen Umgebung überforderte Eloise ins London der 1960er-Jahre. In der Gestalt der jungen Sandy (Anya Taylor-Joy) zieht sie durchs Londoner Café de Paris und andere Clubs. Sie führt ein Parallelleben, in dem sie eines Tages den verführerischen Manager Jack (Matt Smith) trifft und fasziniert von ihm ist. Doch die beschwingten, romantisierten Sechziger sind tatsächlich längst nicht so schön und frei, wie es das zuerst den Anschein hat…

 

ab dem 11.11. bei uns im Kino

House of Gucci

Es war ein Fall der nicht nur die Modewelt in Aufruhr versetzte: Die Ermordung des Gucci-Erben Maurizio Gucci (Adam Driver) sorgt 1995 für Schlagzeilen. Schnell scheint die Polizei eine Verdächtige ins Visier zu nehmen, die auf das Opfer nicht gut zu sprechen war. Maurizios Ex-Frau Patrizia Reggiani (Lady Gaga) wird des Mordes beschuldigt. Während sie sich mit allen Mitteln gegen die Vorwürfe wehrt und auf ihrer Unschuld beharrt, kommen jedoch immer neue Details ans Tageslicht. Eine geheime Affäre ihres Mannes, die Gier nach Rache und die finanzielle Abhängigkeit formen ein Bild von Patrizia, das in der Öffentlichkeit für Aufsehen sorgt. Es kommt zu einem Prozess, an dessen Ende die Wahrheit ans Tageslicht kommt: Sie heuerte einen Profikiller an, um ihren Mann zu ermorden.

Basierend auf wahren Begebenheiten, verfilmt Ridley Scott („Gladiator“) einen der spektakulärsten Mordfälle der Fashion-Szene.

 

ab dem 25.11. bei uns im Kino