Premièren

SEASIDE SPECIAL

DOK-Premiere „SEASIDE SPECIAL“ vorgeführt auf 35mm in Anwesenheit von Regisseur Jens Meurer
am Di 06.12. um 20:30 Uhr im Delphi Arthaus Kino

Moderation: Goggo Gensch vom Haus des Dokumentarfilms


Am Ende einer Seebrücke im verschlafenen ostenglischen Seebad Cromer wird jeden Sommer eine alte Tradition gefeiert: 15 Meter über dem Meer geht dort die weltweit letzte „End-of-Pier- Varieté Show“ über die Bühne. Das professionelle Seaside Special-Theater entzückt das Publikum im Sommer mehrmals am Tag mit exzentrischen Kleinkünstlern und in bester Samstagabendshow-Manier.

Ein Jahr lang beobachtete Filmemacher Jens Meurer das Leben rund um die Show und das wie aus der Zeit gefallene Städtchen voller urbritischer Typen. Es ist die Zeit in 2019 kurz vor dem Brexit-Entscheid und so geht es hier auch um Haltung und Authentizität, Gemeinschaft und Werte sowie um britischen Humor und Spleens.

Jens Meurer: „Die Dokumentation ist eine Liebeserklärung an England trotz oder gerade zu Zeiten des Brexit – ein Land, das mir sehr nahesteht. Kurioserweise habe ich in England mit Boris Johnson und Michael Gove zusammen studiert und war mit ihnen eng befreundet. Meine Reaktion auf den Brexit war, das auszudrücken, was ich als Deutscher an den Briten liebe, nämlich den Humor.“

STILLE POST

MFG-Premiere „STILLE POST“ in Anwesenheit von Regisseur Florian Hoffmann
am Mo 12.12. um 20:30 Uhr im atelier am bollwerk

Khalil (Hadi Khanjanpour) lebt schon seit vielen Jahren in Deutschland. Eines Tages sieht der Grundschullehrer Bilder aus dem Krieg in seiner kurdischen Heimat, was ihn dazu veranlasst, sich einem Aktivisten-Netzwerk anzuschließen, das um Aufmerksamkeit für das Geschehen im Land kämpft. Währenddessen geht seine Schwester in den Kriegsunruhen verloren – sein ganzes Wertesystem und sein Leben in Berlin scheint ihm daraufhin nicht mehr wichtig.

EIN TRIUMPH

MFG-Premiere „EIN TRIUMPH“ in Anwesenheit von Regisseur Emmanuel Courcol
am Di 13.12. um 20:30 Uhr im atelier am bollwerk

Etienne (Kad Merad) ist ein Schauspieler, der nicht viele Jobs bekommt, bis er eines Tages beschließt, an einem Theaterworkshop im Gefängnis teilzunehmen. Die Gruppe, die die Aufgabe hat, den Insassen bei der Schauspielerei zu helfen, scheint nicht bereit zu sein, den Workshop fortzusetzen, aber als Etienne ihnen erzählt, dass sie Samuel Becketts „Warten auf Godot“ aufführen werden, beginnt die Gruppe, sich zu motivieren. Der Workshop läuft nur ein paar Wochen, aber Etienne bringt den Gefängnisdirektor schließlich dazu, den Workshop noch sechs Monate laufen zu lassen, um das Ganze mit einer Abschlußshow zu beenden. Doch die Vorbereitung einer großen Show ist nur eine der Hürden, die Etienne und seine Gruppe von Häftlingen nehmen müssen.

ZÜRI BRÄNNT

Filmreihe HFM x Arthaus „ZÜRI BRÄNNT“ in Anwesenheit von Prof.in Dipl.-Archi. Fabienne Hoelzel (ABK Stuttgart) und
Thorsten Puttenat (Stadtrat, stellv. Fraktionsvorsitzender Die STAdTISTEN)
am Mi 14.12. um 20:00 Uhr im atelier am bollwerk

Moderation: Goggo Gensch vom Haus des Dokumentarfilms

Züri brännt (CH 1981) ist ein wortgewaltiges Pamphlet und Dokumentation, Befreiungsschlag einer ganzen Generation: Strassenschlachten, Nacktdemonstrationen, Punk-Musik, gelebte Autonomie.

Die Zürcher Bewegung von 1980 sagte sich los von den Zwängen des zwinglianischen Zürichs und forderte Leben, Raum, Geld, Alles und Subito. Die Bewegung setzte ein beträchtliches kreatives Potential frei und hat Zürich tiefgreifend verändert. In der heutigen multikulturellen und event-orientierten Stadt kann man sich dies fast nicht mehr vorstellen.